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                            IM SÜD AGAISCHEN GEBIET

Ein Besuch von Efes (Ephesosi. einer glanzvollen antiken Handels- und Hafenstadt, ist einer der Höhepunkte jedes Türkei Aufenthaltes In dem seit mindestens 5000 Jahren besiedelten Gebiet haben u. a. lonier, Lyder, Perser geherrscht und die Kimmerer immense Verwüstungen angerichtet Um die Zeitenwende und unter den Römern begann der glanzvolle Aufstieg von Ephesos. Mehrere Erdbeben und besonders die zunehmende Verlandung des Hafens besiegelten den Untergang der Stadt, die in der ersten Hälfe des sechsten Jahrhunderts von den letzten Einwohnern verlassen wurde 1090 kamen die Seldschuken in der Region an die Macht. Die Stadt mit ihren prachtvollen Bauten war der Göttin Artemis geweiht. Der monumentale, mehrere Male neu erbaute Artemis – Tempel (im heutigen Selguk) datiert in seiner letzten Form aus dem 3. Jh. v. d. Zw. und zählte zu den Sieben Weltwundern der Antike. Die ephesische Artemis hatte jedoch für die Stadt eine umfassendere Bedeutung als die der gleichnamigen Jagdgöttin. Sie ist der anatolischen Muttergottheit Kybele entsprungen und mit ihren vielen Brüsten ein Sinnbild der Fruchtbarkeit. Im Artemis – Tempel fand übrigens ein auch in der Bibel erwähnter Aufstand statt, indem die lokalen Händler gegen das sich immer weiter ausbreitende Christentum, durch das der Absatz an Artemis – Devotionalien erheblich geschmälert wurde, protestierten. In Ephesos beeindrucken Theater, Gymnaseion, Bäder, Agora, sanitäre Anlagen, marmorbelegte Straßen und die Celsus – Bibliothek (die mittels Geheimgang mit dem Freudenhaus verbunden war) den Besucher mit ihrer Pracht. In der ephesischen Marienkirche, der ersten der Sieben Kirchen der Apokalypse, fand 431 das für die christliche Kirchengeschichte äußerst wichtige III. Ökumenischen Konzils statt. Alljährlich werden in Efes internationale Folklore – und Musikfestspiele veranstaltet.                                                         
Selcuk bei Efes wird von einer byzantinischen Zitadelle beherrscht. Über dem Grab des Apostels Johannes wurde im 6. Jh. eine Basilika errichtet. Im Hamam – Museum in einem alten Badehaus können Genre – Bilder und traditionelle Badeutensilien besichtigt werden. Die für ihr großartiges Portal bekannte seldschukische Isa Bey Moschee stammt aus dem 14. Jh. Das archäologische Museum mit einer volkskundliche Abteilung beherbergt beachtenswerte Funde aus den Ausgrabungen in Ephesos und Umgebung. Der Apostel Johannes hat die Mutter Maria nach der Kreuzigung ihres Sohnes Jesus nach Ephesos geschickt, wo sie ihren Lebensabend in einem kleinen Haus auf dem Bülbüldagi Koressos verbracht hat, heute eine viel besuchte Andachts- und Pilgerstätte sowohl für Christen als auch für Moslems und vom Vatikan heiliggesprochen Die Christen zelebrieren hier jedes Jahr am 15 August eine Gedenkmesse. In Camlik bei Selcuk stehen in einem Freilichtmuseum alte Dampflokomotiven und einige Salonwagen, in denen große türkischer Persönlichkeiten gereist sind. Sirince, berühmt für seine Pfirsiche und Trauben, liegt 8 km östlich von Selcuk in einem hügeligen Gelände und ist mit seinen Häusern aus dem 19. Jh., von denen mehrere zu anheimelnden Pensionen, Hotels und Restaurants umfunktioniert wurden, ein Freilichtmuseumziviler Architektur und zudem den Liebhabern eines guten Tropfens ein Begriff. In den alten Weinkellereien und Häusern kann man die köstlichen lokalen Weine probieren. Auf dem Hügel steht eine Kirchenruine, eine weitere Kirche im Ort wird zurzeit renoviert.

Ausflüge sind auf Anfrage buchbar!